Herstellung

Die Herstellung fester Schleifkörper entspricht der Fertigungsablauf der Grundaufbau. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Fertigungsverfahren, die in den Eigenschaften der einzelnen Bindungen liegen. Entsprechend der Rezeptur werden einzelne Rohstoffe in der Mischerei, wie Schleifmittelkorn, Bindung, Hilfs- und Füllstoffe abgewogen und vermengt. Während des Mischprozesses sollen die Schleifmittelkörner gleichmäßig mit Bindung umhüllt werden. Um dieses Ziel zu erreichen müssen die Schleikörner durch einen entsprechenden, temporären Kleber angefeucht werden. Organische Kleber, wie z.B. Dextrin und Wachsemulsionen, werden bei keramischen Bindungen genutzt. Für Kunstharz wird flüssiges Phenolharz verwendet.

Um poröse Schleifkörper herzustellen, werden Mischungen von Kunststoffregeneraten, , körnigen Ausbrennstoffen, Naphtalin und Wachs oder organische Hohlkugelmaterialien hinzugefügt. Das Pressverfahren bestimmt die Formgebung. Die Schleikörpermasse wird hierbei abgewogen und in der Pressform gleichmäßig verteilt. Für die Qualität des Schleifkörpers ist der Verteilvorgang von größter Bedeutung, weil Härteunterschiede durch eine ungleichmäßige Verteilung entstehen können und zu einer Unwucht führen können. Auf hydraulischen Pressen wird die Schleifscheibe entweder auf Volumen- oder Pressdruckkonstanz verpresst.

In Abhängigkeit von der Bindungsart werden die grünen Schleikörper nach unterschiedlichen Verfahren gefestigt. Bei 800°C bis 1300°C werden in Haubenöfen oder Herdwagenöfen die keramischen Schleikörper gebrannt, in Kammeröfen bei 170°C bis 200°C werden Kunstharzscheiben ausgehärtet. Die Schleifkörper werden nach dem Brenn-und Härteprozess auf Spezialmaschinen nachbearbeitet. Seine endgültige, geometrische Form erhält der Schleifkörper entsprechend den vorgeschriebenen Standards, bzw. gesonderten Lieferbedingungen.