Gefüge & Struktur

Die Schleifscheibenstruktur wird als Zahlenwert nach DIN ISO 525 definiert. Eine niedere Zahl entspricht einem geschlossenen, dichten Gefüge, während eine hohe Zahl ein poröses, offenes Gefüge angibt.

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

←-------- geschlossenes, dichtes Gefüge
offenes, poröses Gefüge ------------→


Aus den Herstellungsbedingungen und der Rezeptur ergibt sich das Gefüge der Schleifscheibe, sie ist das Verhältnis des Schleifkornvolumens VK und des Bindungsvolumens VB zum Porenvolumen VP. Durch höhere Verdichtung , Pressdruckveränderungen oder Zugabe von zusätzlichen Porenbildnern, können die größten Veränderungen des Gefüges hervorgerufen werden. Poröse Schleifscheiben sind besonders für die produktiven Tief- und Vollschnittschleifprozesse notwendig um den hergestellten Span in den Spankammern aufzunehmen und einen direkten Transport des Kühlschmierstoffes in die Kontaktzonen zu ermöglichen. Heute werden zur Steuerung des Schleifscheibengefüges organische Ausbrennmaterielien, wie Kunststoffgranulate, körnige Naturprodukte, Wachse, Naphtali u.ä. oder aber nicht organische und nicht ausbrennbare Stoffe, wie Hohlkugelkorund und Glaskugeln, als Porosierungsmittel eingesetzt. Meistens wird die Zugabe von ausbrennbaren Porenbildern bei Schleifscheiben mit keramischer Bindung eingesetzt, weil sie rückstandsfrei beim Sintervorgang ausbrennen können.