Flanschen und Montage der Schleifkörper

Eine Klangprobe ist unmittelbar vor dem Aufspannen der neuen oder gebrauchten Schleifscheiben vorzunehmen. Mit einem nichtmetallischen Hammer wird hierbei rechts und links von der Mittellinie die Scheibe angeschlagen. Die Scheibe wird, wenn sie leicht ist, über den Finger oder einen Dorn gestreift, wenn sie aber schwer ist, sollte sie hochkant auf den Fußboden gestellt werden.

Ein heller, klarer Klang sollte bei einer unbeschädigten und rissfreien Schleifscheibe entstehen. Beschädigte Schleifscheiben hingegen haben einen dumpfen und scheppernden Klang. Diese dürfen nicht eingesetzt werden. Die Beschaffenheit der Spannflasche ist für das Einsätzen und das Schleifergebnis von großer Bedeutung. Die Angaben in DIN ISO 666 und FEPA-SAFETY-CODES, so wie die Empfehlungen des jeweiligen Maschinenherstellers sind für die Flanschabmessung und Flanschausführung zu beachten. Die Flansche müssen frei von jeglicher Beschädigung und sauber sein. Durch beschädigte Flansche würde ein Druck auf die Schleifscheiben ausgeübt werden, der ihre Bruchsicherheit in Mitleidenschaft ziehen könnte. Um den reibwert zwischen Flansch und Schleifkörper zu vergrößern und kleinere Formabweichungen im Bereich der Anlagefläche auszugleichen, sollten Zwischenlagen aus elastischem oder weichen Werkstoff (Pappe, Filz, Leder, Gummi, Kunststoff) eingesetzt werden. Der Durchmesser der Zwischenlage, sollte dem der verwendeten Spannflansche entsprechen und die Zwischenlage sollte außerdem zwischen 0,2mm und 1mm dick sein. Die Zwischenlagen werden normalerweise vom Hersteller mitgegeben. Die Seite der Schleifscheibe, welche mit „Planseite“ beschriftet ist, wird üblicherweise beim Aufflanschen auf die maschinenseitige Auflagefläche vom Flansch gelegt. Die Schleifscheibe wird bei der Montageausrichtung auf dem Flansch senkrecht zur Spindel positioniert, mit der „KREBS“- und „Oben“-Markierung. Es ist wichtig die Spannschrauben gleichmäßig und über Kreuz anzuziehen. Das Nutzen eines Drehmomentschlüssels ist sinnvoll um einheitliche Spannkräfte zu erzielen. Auswuchten der Schleifkörper (entsprechend Empfehlungen des Maschinenherstellers) und Durchführung des Prüflaufes auf der Maschine.

Nach dem Aufflanschen wird mit Hilfe der Auswuchtvorrichtung die Schleifscheibe grob ausgewuchtet. Anschließend wird die vorgewuchtete Schleifscheibe in der Schleifmaschine eingespannt und durchläuft eine mindestens dreiminütige Prüfung bei Arbeitgeschwindigkeit und geschlossener Schutzhaube. Hiernach wird mit einem Abrichtdiamanten die Schleifscheibe auf Rund-und Planlauf bei Betriebsgeschwindigkeit eingestellt. Hierauf folgt die Ausspannung der Schleifscheibe (nun mit Aufnahme) und eine genaue Auswuchtung der Selben. Danach wird die Schleifscheibe abermals in der Schleifmaschine eingesetzt und ich einem kurzen Nachabrichten einsatzbereit.